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Das Problem. In Deutschland leidet ein Drittel der Bevölkerung chronisch unter Rückenbeschwerden. Verspannungen und eine generelle Schwäche von Bindegewebe, Muskulatur und Bändern sind die Folge von meist einseitiger körperlicher Belastung bei gleichzeitigem Bewegungsmangel. Für die Elastizität und den Stoffwechsel der Bandscheiben ist Bewegung unabdingbar. Bei langem Sitzen können die schlecht ernährten Bandscheiben dem erhöhten Druck oft nicht standhalten. Die Idee Ziemlich gut, leider nicht von uns. Traditionell werden große Bälle schon seit langem in der Krankengymnastik und Physiotherapie als Übungsgerät und Sitzgelegenheit eingesetzt. Auch die Geburtshilfe und -vorbereitung und verschiedene Sparten der Heilbehandlung, wie zum Beispiel die Logopädie, nutzen schon lange das entspannte Sitzen auf luftgefüllten Bällen. In der Schweiz begann man 1988, zuerst im Rahmen einer wissenschaftlich begleiteten Studie, das Sitzen auf Bällen in den Schulen einzuführen. Man wollte den auch schon bei Kindern immer häufiger auftretenden Haltungsschwächen und Rückenbeschwerden entgegentreten. Das Projekt “Bewegte Schule” mit dem Projektleiter Urs Illi im “internationalen Forum für Bewegung” leistete und leistet viel für die Verbreitung der Idee des bewegten Sitzens. Schließlich griffen einige Krankenkassen die Idee auf und arbeiteten weiter in diese Richtung. Mittlerweile sind viele tausend “AOK-Bälle” in Deutschland verkauft worden. Sitzen ? Der Mensch ist für das dauernde Sitzen nicht geschaffen. Wer dennoch, und das werden die Meisten von uns sein, nicht darauf verzichten kann, sollte sich seinen Arbeitsplatz so vielfältig wie möglich gestalten: Einiges wird im Stehen zu erledigen sein. Ein bequemer Sessel zum Entspannen, in dem man mal einen Brief lesen kann, bietet weitere Abwechslung. Für die Zeit am Schreibtisch empfiehlt sich eine Sitzgelegenheit, die uns hilft aufrecht zu sitzen und nicht zu einer schlaffen, hängenden Haltung animiert, zum Bespiel ein Sitzball. Wirkungen Durch das Sitzen auf luftgefüllten Bällen werden Bewegungen in alle Richtungen ermöglicht. Dies stärkt die Rückenmuskulatur. Die Bewegungen der Bandscheiben ermöglichen deren Stoffwechsel, sie werden besser versorgt und bleiben elastischer. Die permanente Auseinandersetzung mit dem Gleichgewicht führt zur Aufrichtung des gesamten Menschen. Der dauernde Trainingseffekt bewirkt langfristig eine Besserung. Spannungen werden abgebaut und die Leistungsfähigkeit steigt. Der Ball Der Ball besteht aus einer luftdichten Blase und der stabilen Außenhaut aus Leder. Eine Öffnung mit einem Schnürverschluß am Boden des Balls ermöglicht das Auswechseln der Blase. Das Ventil ist leicht zugänglich. Alles zusammen hat, je nach Größe, ein Gewicht von ca. 4 kg.. Der Ball ist in verschiedenen Größen von 45 cm bis 65 cm erhältlich. Neues Bewußtsein In Zeiten, in denen wir an die Grenzen unseres Gesundheitswesens stoßen, stellt sich die Frage nach neuen Möglichkeiten, die ausufernden Kosten zu senken. Die sogenannte “sanfte Medizin” mit naturheilkundlichen Verfahren, Prävention und ganzheitlicher Betrachtung des Menschen tritt immer mehr in den Vordergrund. Nicht die teure Behandlung der Wohlstandskrankheiten im Nachhinein, sondern eine Betonung der Gesundheit in der Lebensführung wird allgemein propagiert (AOK-die-Gesundheitskasse). Nicht nur mehr äußere Einflüsse, wie die Qualität unserer Nahrung, oder die Gifte in unserer Umwelt sind in unser Bewußtsein gerückt, auch wir selbst fühlen uns gefordert unsere Haltung zur eigenen Gesundheit zu überprüfen. Ästhetik Bei der Farbauswahl haben wir uns für 10 verschiedene Farben, die sich gut in jede Einrichtung einpassen, entschieden. Das leicht aufgerauhte Nubukleder scheint ein wenig wohnlicher als unser klassisches vollnarbiges Rindleder. Narben und Unebenheiten haben wir von unserer Gerberei nicht abdecken lassen, das Leder wirkt so angenehm natürlich. Zur Form selbst, der Kugel braucht wenig gesagt zu werden. Die ebenso schlichte wie perfekte Form erlaubt den Einsatz auch in sonst eher problematischen Räumen wie Museen, Galerien usw Verarbeitung und Material Wir fertigen die Bälle in unserer eigenen Werkstatt in Cölbe. Die Produktion hier vor Ort erscheint uns wichtig um einen hohen Qualitätsstandart sicherzustellen. Wir verwenden rein pflanzlich (vegetabil) gegerbtes Rindleder. Es wird mit metallfreien Farben gefärbt. Das Leder ist durchgefärbt. Wir können jedoch auch jedes andere Möbelleder verarbeiten. Die Nähte sind in hochwertigem abriebfesten Kunststoffgarn ausgeführt. Das Innenleben Abgedichtet wird der Lederball durch einen normalen Kunststoffball. Im Innern des Balls befindet sich eine Füllung aus Quarzsand. Diese fließt, ähnlich wie Wasser, wenn man den Ball bewegt, immer wieder an die tiefste Stelle. Dort beschweren sie den Ball, so daß er träge wird und nicht so leicht wegrollt. Der Unterschied zu Kunststoffbällen Neben dem angenehmen Äußeren, das es oft erst ermöglicht, daß diese gesunde Art des Sitzens in Büros und Wohnungen Einzug halten kann, hat der Lederball noch einige andere Vorteile: Dadurch, daß das Leder sich nicht, wie ein Plastikball, bei Belastung zusätzlich ausdehnt, das heißt, der Ball sich nicht erst breitdrückt, bis die endgültige Sitzhöhe erreicht ist, sinkt man nicht so tief ein. Der Umfang am Äquator bleibt gleich. Der Bequemlichkeit tut dies keinen Abbruch, da die Elastizität der Luft im Innern vollkommen ausreicht um jede Sitzhärte einstellen zu können. Bei gleicher Sitzhöhe kann der Ball etwa 10 cm kleiner sein als ein Kunststoffball. Die dadurch gewonnene Bewegungsfreiheit der Unterschenkel läßt vielfältigere Bewegungen zu, man fühlt sich noch sicherer auf diesem Ball. Der Ball ist wesentlich haltbarer, er wiedersteht sogar Katzenkrallen. Besonders im Sommer sitzt es sich sehr viel angenehmer als auf einer Kunststoffoberfläche. Sitzhöhe-Ballgröße Es gibt die unterschiedlichsten Empfehlungen in Bezug auf den Winkel zwischen Körper und Oberschenkel. Sie reichen von fast stehend (135°) bis unter 90 Grad, das heißt die Oberschenkel waagerecht, der Oberkörper leicht nach vorn gebeugt. Will man nicht die komplette Einrichtung auswechseln, sondern normale Tische weiterverwenden, wird man sich an der normalen Stuhlhöhe orientieren. Für die meisten Menschen wird deshalb ein Lederball von 60 cm ausreichend sein. Die Oberschenkel sollten leicht nach vorn abfallen, der Oberkörper ist aufrecht. Ab einer Körpergröße von 180 cm sollte man einen 65cm-Ball wählen, unter 160 cm ist der 55cm-Ball der Richtige. Da es beim Sitzen auf Bällen nicht um eine (starre) Schonhaltung geht, sondern um den Aufbau einer Körpergrundspannung bei kleinen und kleinsten Bewegungen, scheint uns die Frage nach genau dem richtigen Sitzwinkel hier nicht die wichtigste. Sonderanfertigungen Selbstverständlich fertigen wir auch Bälle in Sonderfarben, mit Aufdruck und in Sondergrößen. |
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